ALLGEMEINE BEMERKUNGEN ZU DEN MENSCHENRECHTEN

Menschenrechte sind subjektive Rechte, die allen Menschen gleichermaßen zustehen. Das Konzept der Menschenrechte geht davon aus, dass alle Menschen allein aufgrund ihres Menschseins mit gleichen Rechten ausgestattet und dass diese egalitär begründeten Rechte universell, unveräußerlich und unteilbar sind.

Als erster, umfassender Katalog der Menschenrechte gilt die VIRGINA BILL OF RIGHTS [English] [Deutsch], die im Zuge der Abnabelung Virginias vom Königreich Großbritannien entstand und vom Konvent von Virginia am 12. Juni 1776 einstimmig verabschiedet wurde. Dieses Dokument hatte grossen Einfluss auf die Ausformulierung der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika im selben Jahr. Auch LA DÉCLARATION DES DROITS DE L'HOMME ET DU CITOYEN [Français] [Deutsch], die während der Französischen Revolution formuliert wurde, fusst auf der Virgina Bill of Rights. Obwohl diese ersten Deklarationen sich an die Menschen richteten, waren damit nur weisse Männer gemeint. Diesen Umstand korrigierte die Revolutionärin Olympe de Gouges 1791 mit der DÉCLARATION DES DROITS DE LA FEMME ET DE LA CITOYENNE [Français] [Deutsch]. Nach den Schrecken des 2. Weltkriegs wurde die umfassende UNIVERSAL DECLARATION OF HUMAN RIGHTS [English] [Deutsch] formuliert, die am 10. Dezember 1948 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde.

Auch wenn die Idee der Menschenrechte universellen Geltungsanspruch erhebt, zeigen Geschichte und Gegenwart, dass die konkrete Umsetzung unermüdliches Engagement erfordert. Auf dem Denkmal sind die vier wichtigsten Deklarationen von 1776 bis 1948 jeweils in deren Ursprungssprache und in einer deutschen Übersetzung versammelt und versinnbildlichen damit den prozesshaften Charakter der Entstehung der Menschenrechte.

Gelb markierte Felder in den Menschenrechtstexten sind gestiftete Buchstaben und Wörter vor dem 12. April 2016, die gestifteten Buchstaben und Wörter für das Denkmal in Aarau werden ab 12. April 2016 blau markiert.